Freitag, 21. Februar 2014

[Rezension] 8 Tage im Juni

Erschienen: 19. Juli 2013
Autor: Brigitte Glaser
Erschienen im Boje Verlag
Themengebiet: Lovestory, Klassenunterschiede
Seitenzahl: 224 (gebunden)




Jenny und Lovis leben nur wenige Kilometer voneinander entfernt und doch könnte ihr Leben nicht unterschiedlicher sein. Lovis' Vater hat viel Geld, Jenny dagegen ist in einer Sozialwohnung zu Hause und weiß oft nicht, von welchem Geld sie das nächste Abendessen kaufen soll. Als Lovis an einer menschenleeren U-Bahn-Haltestelle von drei Jugendlichen zusammengeschlagen und auf die Gleise geschubst wird, ist es Jenny, die ihn im letzten Moment auf den Bahnsteig zieht. Doch sie läuft weg, bevor die Polizei kommt. Lovis dagegen geht das fremde Mädchen nicht mehr aus dem Kopf, er möchte sie unbedingt wiedersehen 


Also da gibt es einmal den stotternden Logis, der einem, wie ein verhätscheltes Mamasöhnchen vorkommt und Jenny, ein Mädchen, was sich alleine um ihre Mutter und um ihren Bruder kommen muss. Man merkt gleich, diese beiden Personen trennen Welten, trotzdem treffen sie aufeinander und komischerweise können sie danach nur noch an den anderen denken, obwohl sie sich nur für ein paar Minuten gesehen haben. Mir war Lovis komplett unsympathisch, weil er ständig rumgejammert hat, wie arm er doch dran ist und was für ein großes Opfer er doch ist. Jenny hingegen, hat mir ein bisschen besser gefallen, da sie, obwohl sie wirklich Grund zum jammern hätte, immer den Kopf oben behält und nicht so schnell unterzukriegen ist. Neben den beiden Protagonisten gibt es auch noch Lovis Vater, Jennys Mutter und Jennys kleinen Bruder Joy-Joy. Diese Personen waren sehr gut getroffen und waren ihrer Rolle in diesem Buch gerecht.




Ich würde sagen, der Schreibstil war mittelmäßig. Brigitte Glaser schreibt jetzt nicht schlecht, aber halt auch nicht besonders gut. Es sind im allgemeinen einfache Sätze mit nicht besonders vielen Fremdwörtern, aber das kann ja auch mal ganz erfrischend sein. Eine Spannung ist, auf jeden Fall nicht aufgekommen, aber vielleicht war ich auch einfach schon zu sehr genervt, um noch was mitzukriegen.



Oje, oje, oje jetzt kommen wir zur Story…es war einfacher eine Katastrophe. Die Idee ist ja ganz annehmbar, aber an der Umsetzung hat es komplett gescheitert. Die Autorin schreibt abwechselnd rasend schnell und dann wieder sehr, sehr  l a n g s a m. So rettet Jenny Logis gleich auf den ersten paar Seiten das Leben und danach sehen sie sich 100 Seiten kein einziges Mal wieder! Um nochmal zu erinnern, das Buch hat nur um die 200 Seiten!!! Auf diesen hundert Seiten leben sie beide ihr Leben und machen nix. Danach nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf und geht in einem so rasantem Tempo weiter, dass man aufpassen muss, keinen Satz zu überspringen, weil es sein kann, dass du etwas wichtiges verpasst. Und so wiederholt sich das immer wieder, immer wieder… 



Ich hab kein  bemerkenswertes Zitat gefunden, also nehme ich jetzt einfach mal den ersten Satz:

"Von jetzt auf gleich krachte ein Wolkenbruch aus dem Himmel."


Ich verstehe nicht wie man aus einer relativ guten Idee, so einen Mist schreiben kann. Dieses Buch hat mich einfach nur enttäuscht.




Kommentare:

  1. Es klingt es spannend, schade, dass du es nicht so gut fandest! :(

    Lg ♥

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  2. Ja echt schade :( wo ich es durch gelesen habe, war ich auch erst mal gespannt auf die Story und hab mir des Buch gekauft. Aber ich bin natürlich auch gespannt, wie andere des Buch fanden, wenn du es vorhast zu lesen, kannst du mir dann sagen, wie du es fandest?
    Lg :*

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